stille Hilferufe

Essstörungen - Die Stimmen in Deinem Kopf
 
 

Körperschemastörung

 Körperschemastörung

 


 

1. F a l l b e i s p i e l

 

2. D e f i n i t i o n

 

3. S e l b s t t e s t

 

4. T he r a p i e f o r m e n

 

 

 

 

 

1. F a l l b e i s p i e l :

Ein anderes Mädchen, 19 Jahre alt, das ebenfalls gute Fortschritte in der Therapie machte, zeigte ihrem Arzt zwei Fotografien, die am Strand gemacht worden waren; auf der einen war sie 15 Jahre und normalgewichtig, auf der anderen 17 Jahre alt, und sie wog nur 31 kg. Sie fragte ihn, ob er einen Unterschied sehe, und räumte ein, daß sie nur schwer einen erkennen könne, obgleich sie wisse, daß es einen gebe, und versucht habe, das zu korrigieren. Wenn sie in den Spiegel schaue, könne sie manchmal sehen, daß sie zu dünn sei. >>Aber ich kann das nicht festhalten.<< Sie mochte sich eine Stunde lang daran erinnern, doch dann fühlte sie sich erneut zu dick.“

 

2. D e f i n i t i o n :

Es handelt sich um eine Wahrnehmungsstörung. Diese Störung bewirkt, dass die Betroffenen sich dick sehen, obwohl objektiv bereits ein Untergewicht besteht. Sie können sich aufgrund ihrer Körperschemastörung nicht so sehen, wie sie eigentlich sind & von anderen gesehen werden.

Sowohl magersüchtige als auch bulimische Patienten überschätzen ihren Körperumfang und halten sich trotz Untergewicht bzw. Normalgewicht für zu dick. Die Betroffenen beschäftigen sich vorwiegend mit ihrem äußeren Erscheinungsbild und sind korrigierenden Rückmeldungen oft nicht mehr zugänglich.

Das negative oder verzerrte Körperbild der Patientinnen und die Abhängigkeit des Selbstwertgefühls von Figur und Gewicht sind von entscheidender Bedeutung für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Essstörung.

Patienten mit besonders starken Störungen des „body image“ haben schlechtere Prognose für dauerhafte Heilung (Slade und Russel 1973).
Obwohl die Körperschemastörung ein bedeutsames Symptom ist, kommt diesem keine ausreichende Spezifität zu, da auch bei normalgewichtigen und adipösen Frauen Körperfehleinschätzungen auftreten können.

 

 

3. S e l b s t t e s t :

Schätzen Sie Ihre Figur selbst ein und vergleichen Sie sie hinterher mit Ihrem BMI (Körpergewicht [kg]/Körpergröße² [m]).

(hier BMI berechnen)

 

 

 

4. T he r a p i e f o r m e n :

Um den Patienten die Möglichkeit zur realen Einschätzung ihres Körpers wiederzugeben werden v.a. projektive Verfahren, Selbsteinschätzung über Fragebögen und Vergleich von Schätzungen von Körperdimensionen mit den Realdimensionen durchgeführt. Die praktische Durchführung beruht z.B. auf dem Zeichnen von Selbstbildnissen in Originalgröße, die dann mit den tatsächlich existierenden Körperabmessungen verglichen werden.

 

 

4.1.11 23:59

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